Helnwein ( texte )
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Wienbibliothek
"WANN ORDNEST DU DEINE BÜCHER?" - DIE BIBLIOTHEK H.C. ARTMANN
Stefan Winterstein
H. C. Artmanns Comic-Lektüren
Folgt man Marc Degens, ist er überhaupt »der erste deutschsprachige Autor, der sich in seinen Werken intertextuell auf die (amerikanische) Comicliteratur bezog«. Auch Klaus Reichert bezeichnet ihn in dieser Frage als »Pionier«. Ähneln seine Leseerfahrungen, nach denen hier gefragt werden soll, also dennoch - über den großen Altersunterschied hinweg - denen Gottfried Helnweins, wie der Künstler glaubt? Helnweins Verhältnis zu Donald Duck ist von ostentativer Glorifizierung geprägt - ja, bisweilen eignet ihm ein buchstäblich apotheotisches Moment: Im zitierten Interview etwa gerät die Figur wörtlich zum Heiland der österreichischen Nachkriegsgeneration. »Ich hätte lieber einen Gott, der wie Donald Duck aussieht, als einen, der wie Adolf Hitler aussieht«, heißt es seitens des Künstlers im Zusammenhang mit Spekulationen über die Mangelhaftigkeit der Schöpfung Mensch. In einem Interview mit der Zeitschrift Wiener im Februar 2006 wird zwar hinsichtlich dieser Auswahl ein Drittes nicht explizit ausgeschlossen, auf die Frage »Sind Sie sicher, dass Gott existiert?« heißt es aber: »Natürlich - die Existenz Donalds steht außer Zweifel«. In Helnweins Aufsatz Die Ente ist Mensch geworden schließlich wird Donald Duck als »Ankündigung und Ahnung einer neuen Zeit«, »Schöpfung im eigentlichen Sinn des Wortes«, »Creatio ex nihilo« und endlich als (offenbar willkommener) Bruch mit dem Menschenbild der griechischen Klassik apostrophiert. Helnwein stilisiert Donald zur Vision der fälligen Überwindung des Menschen, Walt Disney wird mit Nietzsche und Buddha verglichen. Gleich, wieviel von dieser Position in bezug auf die Ducks bloß Pose und Mittel der Irritation ist: Der Stellenwert, der Disneys bzw. insbesondere Carl Barks' Werk in Helnweins künstlerischer Arbeit eingeräumt wird, macht deutlich, daß hinter seinen Sätzen nicht etwa pure Ironie verborgen ist, die womöglich gerade auf eine Demontage der Popularität der Comic-Produktionen abzielte. ... +

Gottfried Helnwein :
Wienbibliothek
Sonderzahl Verlagsgesellschaft
Stefan Winterstein
H.C. Artmann Comic-Lektüren
Das »dreidimensional[e] und farbig[e]«, »neue[] magische[] Universum« von Entenhausen, in das Gottfried Helnwein in seiner Kindheit aus dem nachkriegsgrauen Wien eintrat und von dem er auch seine Künstlerkollegen verlockt sieht, zeigt sich also in Jelineks Essay gerade auf eine beklemmende Eindimensionalität reduziert. Bei H. C. Artmann nun sind Disneys Protagonisten weder Götter oder Übermenschen noch kritisch analysierte eindimensionale Menschen, sondern schlicht - Menschen. Artmanns in obigem Helnwein-Interview zitierter Formulierung von Donald Duck als dem einzigen Menschen ist, wie sich zeigen wird, ein entschieden anderer Charakter eigen als Helnweins Rede vom göttlichen Donald. Sie ist im Umkreis des Dichters offenbar zur gerne reproduzierten oder auch variierten Weisheit geworden: »Der einzige mensch, der es heutzutage noch versteht, ordentlich die welt zu besehen, ist Donald Duck«, heißt es in Artmanns literarischem Tagebuch "das suchen nach dem gestrigen tag" (1964). In einem Exemplar des von Gottfried Helnwein illustrierten Edgar-AllanPoe-Bands Unheimliche Geschichten, das sich in Artmanns Bibliothek findet, liest man Helnweins Widmung (die beiden kannten einander persönlich): »Die einzigen Menschen, die uns heute noch etwas zu sagen haben, sind Donald Duck und H. C. Artmann«. ... +

Gottfried Helnwein : Denver Art Museum
Denver Art Museum
Radar, Selections from the Collection of Vicki and Kent Logan
Gwen F. Chanzit

Curator and professor, Art and Art History, University of Denver

Gottfried Helnwein's Epiphany (Adoration of the Magi) is a strange takeoff on a traditional New Testament theme in art. The work depicts a Madonnalike mother displaying her baby to attentive Nazi officers, Painted in hyperrealist grisaille with chiaroscuro effects, the work resembles an old documentary photograph made huge. The eerie, sinister overtones are unmistakable. Who is this mother? What do these officers want with her and her child? What kind of official paper might the officer on the left hold in his hand and what might be its result? Helnwein, characteristically, presents us with an ambiguous, haunting image and leaves us to wonder about its meaning. Helnwein's background perhaps helps explain why his often difficult subjects have been interpreted in various, often contradictory, ways by opposing sides of the political debate about World War II. With its huge size, hyperrealist style, and disturbing content, this unsettling work bestows a psychological anxiety accompanied by a strong magnetic pull. Confronting it, we tend to stare-entranced by both its beauty and its seductive, malevolent overtones. ... +

Galeries nationals du Grand Palais, Paris
Holly Crawford
Aux sources de l’art des studios Disney
La manière la plus dialectique pour recycler, détourner, admirer et critiquer tout à la fois, demeure le médium photographique. Gottfried Helnwein propose des images inconvenantes, qui renvoient la pérennité des objets dérivés de Disney à des statuts diversement fétichistes: images saintes que l'on prie ou statuettes lubriques qui promettent des extases ambiguës. ... +

University Press of America, Inc.
Holly Crawford
The facade of Disney and America in the guise of the Mouse is one of the things that Helnwein and others present to us. Claes Oldenburg took the facade to its literal extreme when he proposed a flat Mouse's image for a facade to Chicago's Museum of Contemporary Art, and produced a flat Mouse sculpture. Helnwein, Oldenburg and others are using the Mouse to make social and cultural comments about our society, in the broadest sense, but with humor. ... +

Gottfried Helnwein :
21c Museum
Louisville, Kentucky

April 10 – September 30, 2006

Group show
21c Museum is North America's first museum dedicated solely to collecting and exhibiting contemporary art of the 21st century and will host a series of guest curators. The 21c collection features both emerging artists and acclaimed international artists, such as video artists Bill Viola and Tony Oursler, photographers, Andres Serrano, Sam Taylor Wood, and David Leventhal, sculptors Yinka Shonibare and Judy Fox, and multimedia artists Chuck Close, Gottfried Helnwein, Red Grooms and Kara Walker. ... +

Gottfried Helnwein : Selektion - Neunter November Nacht
Kunstmuseum Lentos Linz
Lentos Museum of Contemporary Art
Stella Rollig

Direktorin

„In memory of the children of Europe who have to die of cold and hunger this Xmas“, schreibt der nach London emigrierte österreichische Maler Oskar Kokoschka im Winter 1945 auf den Entwurf zu einem Plakat. Auf eigene Kosten lässt er 5000 Stück drucken und in U-Bahn-Stationen affichieren.
Im Spätherbst 1988 montiert der ins Rheinland emigrierte österreichische Maler Gottfried Helnwein entlang einer 100 Meter langen Wand zwischen Kölner Dom und Museum Ludwig eine Reihe von vier Meter hohen Fotodrucken mit Kindergesichtern. Er nennt die Arbeit „Selektion (Neunter November Nacht)“. Es ist ein Werk von monströser Aussage und schmerzhafter Wirkung. Sein Titel ruft den Jahrestag der sogenannten Reichskristallnacht in Erinnerung, durch ihn gibt Helnwein den Kinderporträts ihren beinahe überwältigend erschütternden Effekt.
Während wir mit Gottfried Helnwein seine Ausstellung für das Lentos Kunstmuseum vorbereiten, recherchiere ich gleichzeitig für ein anderes Projekt über Kokoschka. Die Geschichte der Londoner Plakate ist mir neu. Unbeabsichtigt und unerwartet blenden sich die beiden Künstler-Leben für einen kurzen, berührenden Moment ineinander. Mit beträchtlichem Einsatz an Gestaltungskraft, Kommunikationsfähigkeit, organisatorischer Erfahrung, Umsetzungsenergie und finanziellen Mitteln widmen sich beide Künstler aus gegebenem Anlass einem Appell: Zur Erinnerung! ... +

Gottfried Helnwein : Modern Sleep
Lentos Museum of Modern Art Linz
"Face It" Gottfried Helnwein - one man show
Thomas Edlinger

Essay

Helnwein verbirgt eine mögliche seelische Aufgewühltheit oder Traumatisierung seiner Bildmodelle, die beispielsweise durch die schwarzen, faschistoid und fetischisiert zugleich wirkenden Uniformteile nahe gelegt werden könnte, hinter dem gesetzten Ausdruck seiner Kindergesichter. Wie Laokoon schreien diese wie aus Wachs gemeisselten, "schönen“ Kinder nicht mehr. Sie ertragen etwas, das nicht benannt wird und doch sichtbar wird. Sie kommunizieren in ihrer Intimität eine unauslotbare Abgründigkeit. Die Irritation des Betrachters entsteht daraus, diesem Geheimnis nicht auf die Spur kommen zu können. Die Wunde soll wach gehalten werden, und keiner soll sie heilen dürfen. ... +

Lentos Museum of Contemporary Art Linz
"FACE IT", Gottfried Helnwein
Nava Semel

Israel

Essay zur Ausstellung "FACE IT", Gottfried Helnwein
Das Mädchen krachte durch mein Browser-Fenster und der Text, an dem ich gerade arbeitete, begann auf meinem Monitor zu zittern. Dieses Bild hatte einen Cybersprung zu mir geschafft:
Von einer Londoner Galerie bis nach Israel.
Zwei Jahre lang war ich in die Arbeit an meinem Buch "Und die Ratte lacht" vertieft gewesen, dessen Kern die Erinnerung an den Holocaust und ihre Überlieferung durch die Generationen bis 2099 ist. Meine Protagonistin war ein kleines Mädchen, das in diesen dunklen Zeiten in einer Kartoffelgrube versteckt wurde, schwere Misshandlungen erlitt und überlebte. Und jetzt erschien dieses Mädchen plötzlich vor mir. Eine klare Vision, die auf mysteriöse Art und Weise meine eigenen, kleinen Worte ergänzte. Das verschlossene, reine Gesicht - betend oder verzweifelnd - und ein Hauch einer Träne, kaum sichtbar, im Winkel ihres Auges. Dieses Mädchen mit geschlossenen Augen, dessen Erinnerungen in den Gräben ihres Gehirns geistern, platzte auf unerklärliche Weise in mein Leben. Und heftiges Mausklicken brachte mich schließlich zum Namen jenes Mannes, der mein Grubenmädchen gemalt hatte – Gottfried Helnwein. ... +

Gottfried Helnwein :
Lentos Museum of Contemporary Art, Linz
Nava Semel
Essay for the catalogue - Face it - The Art of Gottfried Helnwein
"She is not as old as she seems, though age, at least in her case, is an elusive notion. In fact, it is her childhood that is fixated, and not out of nostalgia. True, it would take a daring leap of imagination to connect pudgy little hands to the body as it is now, or to visualize the dimples and the baby teeth. The little-girl-who-once-was thought: Maybe I am really dead. Because only dead people get pushed so deep down".
(From: And the Rat Laughed, by Nava Semel).
Helnwein is a great believer in the ability of art to pass emotional memory on, as a reminder of the past or mainly as a warning of what the future might hold, for humanity, as far as he is concerned, has not learnt its lesson. Is there atonement in his artistic endeavors? I prefer the Jewish concept of - tikkun, purification of the soul. It has a deeper meaning than the physical healing of scars, for it elevates us to the highest sphere of the spirit. The wounded girls close their eyes, but they are not blind. Behind their closed lids their gaze is clear and penetrating. ... +

Gottfried Helnwein : Black Mirror VII
Neue Nationalgalerie, Berlin
Galeries nationales du Grand Palais, Paris
Moritz Wullen

Leiter des Referats für Ausstellungen der der Staatlichen Museen zu Berlin

MÉLANCOLIE, GÉNIE ET FOLIE EN OCCIDENT
Die Zurschaustellung des eigenen Körpers als Verwesungsmasse beginnt mit den Selbstporträts von George Grosz als Suizidgestalt im Kaffeehaus und reicht über die wie durch den Fleischwolf gedrehten Konterfeis eines Francis Bacon bis hin zur Leichenfledderei am eigenen Leib bei Günter Brus, Kurt Kren oder Frank Tovey, dem jüngst verstorbenen Enfant terrible der experimentellen New-Wave-Szene der 1980er Jahre. Die Befreiung des melancholischen Bewusstseins durch den Tod bietet keine philosophische Perspektive mehr. Es ist ihm ohnedies schon anheim gefallen. Stattdessen wird der Suizid in einer Performance masochistischer Selbstverstümmelung kultisch sublimiert.
In einer fotografischen Inszenierung Gottfried Helnweins erhebt sich der Künstler, fäulnisschwarz und monumental wie das Mahnmal einer letzen Einsicht: “So ist Verzweiflung, diese Krankheit im Selbst, die Krankheit zum Tode. Der verzweifelte ist todkrank. Der Tod ist nicht das letzte der Krankheit, aber der Tod ist in einem fort das Letzte. Von dieser Krankheit erlöst zu werden durch den Tod ist eine Unmöglichkeit, denn die Krankheit und deren Qual und der Tod ist gerade, nicht sterben zu können.”
So ist die Geschichte der Moderne nicht zuletzt auch eine Erfolgsgeschichte der Melancholie und des Eindringens ihres schwarzen Spuks in die letzten Paradiese des Seins- und Weltvertrauens. ... +

Wienbibliothek im Rathaus / Handschriftensammlung -
Teilnachlass Wolfgang Bauer / ZPH 1182
Wolfgang Bauer
... +

Galeries nationales du Grand Palais, Paris
Bruno Girveau

Conservateur en chef, chargé des collections, Ecole nationale supérieure des beaux-arts de Paris.

The production of the Disney studios quickly attracted artists, especially from the movie world. Eisenstein and Prokofiev, when they were working on Ivan the Terrible (1945), took an interest in the work of Disney and the conductor Léopold Stokowski on Fantasia. By the mid-sixties Disney enjoyed immense, universal popularity. Since the release of Snow White in 1937, several generations have been raised on his films and have not forgotten them. Pop Art made Mickey and Donald into icons.
As the French painter Robert Combas put it in 1977: “Mickey is no longer Walt’s property, he belongs to us all”. After drawing on Western art from all periods, Disney’s world became in its turn a source of inspiration for artists as diverse as Christian Boltanski, Gottfried Helnwein, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Bertrand Lavier, Peter Saul and Gary Baseman. ... +

Gottfried Helnwein : Self-Portrait with Cyril
Transreal Space
spaces.msn.com
Derek Fenix

Referentes Conceptuales

Continuando la perspectiva del ritual, Günter Brus, Rudolf Schwarzkogler, Yoko Ono, Saburó Murakami, Atsuko Tanaka, Gottfried Helnwein, Ushio Shinohara, Peter Wiebel, Otto Muehl, Stelarc (en su etapa inicial de Suspension), entre otros, proponen la exposición de un hecho que sucede en tiempo real y que supera la noción de ficcionalidad o emulación. ... +

Gottfried Helnwein : Selektion - Neunter November Nacht
Akademy of Motion Picture Arts and Science
Beverly Hills, California
Ellen M. Harrington
A documentary on the works of Austrian painter Gottfried Helnwein commemorating the Reichskristallnacht.
For the past twenty-four years the Academy of Motion Picture Arts and Sciences and the Academy Foundation, in association with the UCLA Film and Television Archive, has presented a series of film programs featuring the outstanding documentaries of the previous year.
The film, NINTH NOVEMBER NIGHT, was considered by the Academy’s Documentary Screening Committee to be one of the outstanding documentaries of 2004. It is our wish to include a screening of "Ninth November Night" in this prestigious series on the evening of Wednesday, November 30, 2005. ... +

Gottfried Helnwein : Beautiful Victim II
Trust
rbhh.exblog.jp
この本を読んで何年もたってから、まさにこの女の子に偶然出会ったときは、言いようのない驚きで頭の中が混乱した。『写真都市』(伊藤俊治著)という本で偶然に見つけたのだ。ゴットリープ・ヘルンバインGottfried Helnwein(1948-)というオーストリア生まれのアーティストによるBeautiful Victim II という1974年の作品。 ... +

Gottfried Helnwein : Mann ohne Gesicht (man without face)
laboiteaimages.hautetfort.com

France

Gottfried Helnwein qui, dans les années 1970, avait un style très proche de Kubin. Il réalisa de superbes illustrations pour une édition des Nouvelles extraordinaires de Poe, introuvables sur le ouèbe, là aussi. Mais les dessin ci-dessus datent de la même période et n'en sont pas très éloignés. (Kubin avait, lui aussi, illustré Edgar Poe.)
L'influence de Kubin se fit ressentir également chez les tenants du Réalisme fantastique, vaste fourre-tout où, le plus souvent, le pire côtoie le pire (voir par ici) ... +

California State University - University of Wisconsin
Jeanne Curran

Ph.D., Esq., Professor Emeritus of Sociology, CSUDH

Look at Helnwein's painting under Visual Sociology
Help us find visual, aural, metaphors that will let others understand the importance of engagement in this process. Look at Helnwein's painting under Visual Sociology. I left it up. What was Helnwein saying? Why was he willing to offend. Why do Beau and Michael want to shake us up? How are those things related? Why did one of my students make a giant box that when opened had a lovely smiling face inside that said "F^&* the Patriot Act"?? Isn't that a lot like what Helnwein and Kiefer and Beuys were doing? Maybe saying "wake up and look at what you're doing?" ... +

The Stiletto Projects
Copenhagen
Alexander Natas
A virtuoso and a visionary with one eye behind the veil of the world, the other reflecting endless horror, beauty, loss, humour and melancholy - all with a steady hand. The position is supreme, the means are penetrating and the message as deep as it gets. To me the strange silent directness in Helnweins work is unrivaled, no other artist today tells the dim story of the world in a more disturbing and moving way. His work, views and perspectives are completely congruent and appeals to me in a very direct and personal way. ... +

Gottfried Helnwein : American Prayer
McGill-Queen's University Press
IMAGE & IMAGINATION, Le Mois de la Photo à Montréal 2005
Petra Halkes
A Fable in Pixels and Paint
Ever since I clicked on it, Gottfried Helnwein’s "American Prayer" (2000) has taken up residency in my mind.
I began to discover a semiotic richness in this painting worthy of what W.J.T. Mitchell has called a "metapicture" - a "picture that [is] used to show what a picture is". Mitchell situates the concept of metapicture in "'iconology', the study of the general field of images and their relation to discourse," thereby cutting across Greenbergian self-reflexivity into an expanded context that includes popular culture as well as contemporary art. In this wider cultural field, a metapicture does more than reflect on the nature of the picture itself and calls into question "the self-understanding of the observer". I will argue that "American Prayer" derives its theoretical relevance partly from its concealed hybridity, from the interplay between technological media and painting. In this work, the substitution of one medium by another reinforces the meaning that can be created from the iconographic substitution of the child by Pinocchio, and the replacement of the deity by Donald. In the end, Donald’s sideways glance at us indicates that this picture is really about us, the observers; it questions our own place in a cultural web of illusionism spun from the abiding human desire to overcome death. ... +



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